Tiefenpsychologische Transaktionsanalyse

Die Transaktionsanalyse wurde in den 50er Jahren von Eric Berne auf dem Hintergrund der Psychoanalyse und der Sozialpsychiatrie unter Berücksichtigung anthropologischer, kybernetischer und informationstheoretischer Perspektiven als psychotherapeutisches Heilverfahren entwickelt. Die Tiefenpsychologische Transaktionanalyse des ÖATA stellt eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Ansätze von Berne dar und integriert tiefenpsychologische und phänomenologische Aspekte des Erlebens und Handelns.

 

Die Transaktionsanalyse sieht den Menschen in seiner Subjektivität in eine höhere Ganzheit (z.B. Familie, Arbeitsumfeld,...) eingebettet. Dieser Ansatz geht von der Beziehung zwischen zwei Menschen aus, die als kleinste psycho-soziale Ganzheit gesehen wird. Das bedeutet, dass sich Individualität in der Beziehung zum Anderen, zum DU, entwickelt.

 

Das transaktionale Austauschgeschehen zwischen Menschen wird als ein übergeordnetes Organisationsprinzip angesehen und der Therorie und Praxis der tiefenpsychologischen Transaktionsanalyse zugrunde gelegt.

Der transaktionale Austausch organisiert einerseits das Erleben und Handeln der Interaktionspartner im Hier und Jetzt, andererseits verarbeitet er diese Erfahrungen, speichert sie in der Psyche und stellt sie in zukünftigen Situationen zur Verfügung.

Diese Grundlage führt zu folgenden drei Schwerpunkten:

 

Die Beziehungsanalyse beschäftigt sich mit den Fragen, was, wie und warum Menschen miteinander „etwas“ austauschen, wie und warum sie miteinander verbal und nonverbal kommunizieren und ihre Beziehungen gestalten und welche Motive die Beziehungsgestaltung leiten.

 

Die Skriptanalyse zeichnet die individuelle lebensgeschichtliche Entwicklung (den Lebensplan) des Menschen nach, lässt verstehen, warum Menschen in der Gegenwart sich so und nicht anders erleben und verhalten. Das Skript als Selbst- und Weltbild mit seinem finalen Charakter lässt Leitlinien der Lebensgestaltung erkennen und eröffnet dadurch Möglichkeiten der Veränderung.

 

Die Dynamik und Struktur der Persönlichkeit erklärt und lässt verstehen, warum Menschen so und nicht anders denken, fühlen und handeln bzw. ihre Lebenszeit gestalten. Die sich wechselseitig beeinflussenden Reaktionen der Interaktionspartner im transaktionalen Geschehen werden als Ichzustände bezeichnet und als seelische „Abdrücke“ im Ichsystem als Modell der Psyche gespeichert und zur Persönlichkeit organisiert. Diese innere „Ordnung“ entfaltet sich dann im transaktionalen Geschehen in der Realität in angemessenen Erwachsenen- und in pathologischen Kind- und Eltern-Ich-Zuständen.

 

 

 

Mag. Anna Bolt, MSc.

Klinische Psychologin

Psychotherapeutin

 

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